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Solidarität, Vertrauen, Erdverkabelung, Politik

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    • Solidarität, Vertrauen, Erdverkabelung, Politik

      Leider muss ich immer wieder feststellen, wie sich in Sachen Stromtrasse gedreht und gewendet wird, wie es gerade dienlich ist. Irgendwie wird vergessen, dass wir bei diesem Meisterstück richtig kräftig zur Kasse gebeten werden. Und ob sich das alle so leisten können, stelle ich in Frage. Die Energiewende ist nur Mundpropaganda und was bleibt ist nur das Stopfen der Taschen derer, die sich darauf verstehen zu manipulieren. Eine E-Mail zu einem Zeitungsartikel wollte ich dann doch noch los werden.


      Sehr geehrter Herr Raab,


      interessiert hab ich den Zeitungsartikel vom 01.04.17 gelesen.


      Die ein oder andere Frage stellt sich ja doch bei diesem Artikel.


      Was heißt denn ein beachtliches Ergebnis? Für was ist der Verein ursprünglich gegründet worden? Sollte nicht die Energiewende gelingen. Wie ist das möglich, mit Erdverkabelung? Und da Sie die Mastenbauweise erwähnen, ist Ihnen wohl klar, dass nicht alles unterirdisch verlegt werden kann. Aber was soll`s, Pegnitz ist draußen und das es auch bei der neuen Strecke Menschen gibt, die Angst haben, deren Existenz bedroht ist, egal.

      Mir klingen noch Ihre Worte in den Ohren: Dezentral, Keine Trasse, das ist gegen die Energiewende, Pegnitz hat schon so und so viel Prozent grüne Energie, deshalb: „wir brauchen die Trassen nicht“. Damals war es Ihnen auch egal, was in Berlin oder München beschlossen wurde.


      Und Ihre Worte: Die, die noch betroffen sind, gilt unsere Unterstützung und Solidarität. Meine Frage: wie wollen Sie die neu Betroffenen denn unterstützen?


      Nachdem ich Ihnen bei einer BI-Sitzung einmal die Frage gestellt habe, wie der Verein denn jetzt weiter vorgehen möchte, nachdem das Gutachten erstellt wurde, antworteten Sie, ganz Politiker: ja was wollen Sie denn jetzt als Bürger tun? Was wir alles in unserer Freizeit ehrenamtlich getan haben und auch immer wieder von Politikern aufgefordert wurden, nicht nachzulassen, grenzt an deutlicher Überforderung. Die, die einen Eid darauf geschworen haben, Schaden von uns abzuwenden und die für Ihre Arbeit gut bezahlt werden, fordern uns dazu auf, nicht nachzulassen und wenn Sie dann selber an der Reihe sind???


      Apropos Gutachten, immens teuer und es hat dasselbe Ergebnis gebracht, was uns viele Experten schon vorher bestätigten. Sie könnten doch jetzt dieses Gutachten einsetzten und irgendetwas Sinnvolles damit bewirken, vielleicht für diejenigen, die jetzt die Trasse vor der Tür haben. Auch hier sind jetzt einige richtig in Not.


      Was passiert jetzt eigentlich mit den Vereins Geldern? Werden diese jetzt denen zugutekommen, die jetzt die Trasse vor der Tür haben? So gefühlsmäßig würde ich sagen, bestimmt nicht.


      Von der BI Pegnitz wurde im vergangenen Jahr erklärt, dass auch die unterirdische Verlegung abgelehnt wird. Sie sehen das natürlich immer noch so, aber was machen Sie jetzt?


      Das hier horrende Stromkosten auf uns zukommen und zwar auf alle von uns, ach was soll`s, wer redet denn über den schnöden Mammon, Sie sind ja draußen. Zum jetzigen Zeitpunkt wollen wir doch keine Missstimmung verbreiten. Und das ist nur ein Punkt, die Energiewende ist ja schon erwähnt worden.


      Und Ihre Aussage:“ Wenn es keine neuen Trassenplanungen in Ihrer Region gibt, sich die Mitgliederversammlung über Auflösung oder Weiterbestand unterhalten muss“, wiederspricht das Ihrer vorherigen Aussage, dass Sie Solidarität zeigen. Hätten alle Menschen, die von der Trasse betroffen sind und darüber hinaus, wie Sie gehandelt, hätte Pegnitz jetzt ein Problem mit der HGÜ. Vertrauensvoll sind ganz viele nach Pegnitz gekommen, um jetzt zu sehen, dass keiner mehr zu Ihnen kommt. Das nenne ich Politik.

      B.Sitzler