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Angepinnt Warum der Bau von Stromtrassen so lukrativ ist: Investoren bekommen 9,05 Prozent Rendite auf Eigenkapital

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    • Warum der Bau von Stromtrassen so lukrativ ist: Investoren bekommen 9,05 Prozent Rendite auf Eigenkapital

      Für den Neubau von Netzen gibt es 9,05 Prozent Investitionsrendite auf das Eigenkapital.
      Für Altanlagen, d.h. den Ausbau bestehender Netze, wurde die künftige Eigenkapitalrendite auf 7,14 Prozent festgelegt.
      Trotzdem soll für den Netzausbau das NOVA-Prinzip gelten: Netz-Optimierung vor Verstärkung vor Ausbau. Dafür fehlen jedoch die notwendigen finanziellen Anreize.

      Zitat Bundesnetzagentur:
      "Der Vorwurf, in Deutschland seien Investitionen in die Netze nicht attraktiv, sollte nun endgültig vom Tisch sein. Wir senden mit unserer Festlegung das Signal an Pensionskassen, Versicherungen und andere institutionelle Anleger, dass es sich lohnt, in Deutschland in die Strom- und Gasnetze zu investieren."


      bundesnetzagentur.de/SharedDoc…InvestitionsStromGas.html

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von D. Hamann ()

    • Das wäre ja mal was, womöglich würden die Netzbetreiber der Öffentlichkeit einige Trassen plötzlich als nicht mehr gar so notwendig für die Energiewende verkaufen.

      "Die Bundesnetzagentur in Bonn prüft nach Informationen der WirtschaftsWoche eine deutliche Senkung der garantierten Renditen für Stromnetzbetreiber ab dem Jahr 2016 . Das könnte die Strompreise der Verbraucher senken, würde aber andererseits Investitionen in neue Stromtrassen und Stromnetze weniger rentabel machen. [...]
      Der Zins werde sich an den aktuellen Bedingungen des Kapitalmarktes orientieren. Bei der letzten turnusmäßigen Neuregelung 2011 lag die Rendite bei zehnjährigen Bundesanleihen noch bei rund drei Prozent, heute beträgt sie nur 0,3 Prozent. Angesichts anhaltend niedriger Zinsen rechnen Finanzmarktkreise damit, dass der Eigenkapitalzins für Investitionen in Gas- und Stromnetze deutlich fallen wird."

      Wir schlagen vor: Für die Verwahrung von Milliarden von Euro nimmt die Bundesnetzagentur gerne Negativzinsen entgegen. So ist das bei Banken derzeit üblich, siehe fünfjährige Bundesanleihen.



      wiwo.de/technologie/umwelt/str…re-renditen/11435234.html
    • Wie stiefmütterlich mit den Prozentsätzen umgegangen wird, zeigt der Artikel der WiWo. Investitionen werfen für Altanlagen 7,41 Prozent ab, ist dort zu lesen.
      Dabei sind es 7,14 Prozent.

      Genauer rechnen da die Finanzinvestoren und deren Übertragungsnetzbetreibern. Für die ist die Kompensierung der niedrigen Kapitalmarktzinsen bereits in das Geschäftsmodell eingerechnet. Freiwillig verzichtet doch da niemand auf sicher angelegte Rendite.
    • Jetzt ist es passiert: Beim derzeitigen Zinsniveau erhalten die Übertragungsnetzbetreiber für den Neubau von Stromtrassen mehr als das 100fache !!!!!!! der zehnjährigen Bundesanleihen (0,082 Prozent, Stand 16.04.15). Der Index wird als Vergleichsrendite für konservativ anlegende Versicherungsunternehmen herangezogen. Diese putzige Rendite ist sicher am Kapitalmarkt zu erzielen. Aber auch sicher abzugreifen sind die 9,05 Prozent Rendite für den HGÜ-Leitungsbau.

      Gretchenfrage: Wo werden die Finanzinvestoren lieber anlegen wollen, an der Börse oder bei der Bundesnetzagentur ;) ?

      Ist das sittenwidrig, oder ist das Wucher für die Stromkunden? Das dürft Ihr entscheiden.

      finanzen.net/zinsen/10j-Bundesanleihen