Geplante Änderungen im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) zerstören die Energiewende

  • Frau Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Interview in der Tagesschau:
    „All das, was jetzt beschlossen wurde, dient eher dazu, die Kosten zu erhöhen. Netzausbau ist teuer, den wir gar nicht brauchen, weil die Kohlekraftwerke nicht runtergefahren werden."

    Das komplette Interview gibt es unter dem nachstehenden Link:
    http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-188189.html

  • Zum gleichen Thema gibt es auch einen treffenden Kommentar von Jürgen Döschner (Journalist bei WDR und ARD), der 2015 für die Besetzung im rheinischen Braunkohle-Revier von "Ende Gelände" den Mut gefunden hat, diese Aktion in einem vielbeachteten Kommentar als "nicht legal, aber legitim" und grundsätzlich sinnvoll zu bezeichnen.


    Die EEG-Reform der Bundesregierung bezeichnet er als "mutlosen Schritt in die falsche Richtung":


    "Wie wäre es mit einem Förderprogramm für Stromspeicher – finanziert durch die Streichung von Subventionen für fossile Energien? Immerhin wird schmutziger Diesel jedes Jahr mit 7 Milliarden Euro gefördert. Wie wäre es mit Entlastungen für die Umwandlung von Strom in Wasserstoff oder Methan – statt teurer Stromleitungen? Wie wäre es mit einer Reform zur gerechten und steuerbasierten Finanzierung der Energiewende statt einer EEG-Umlage, die Harz-IV-Empfänger und Millionäre pro Kilowattstunde dieselbe Last auferlegt? Wie wäre es mit einem Plan für einen geregelten und sozialverträglichen Kohleausstieg, statt Überlebenshilfen für unrentable Dreckschleudern, die die Netze mit klimaschädlichem Strom verstopfen?"


    Link zum vollständigen Kommentar von Jürgen Döschner: "So wird das nichts! Deutschland verabschiedet sich offenbar von der Energiewende."