Landkarte mit geplantem Verlauf der Stromtrasse

  • Hallo,


    vielen Betroffenen ist anscheinend der genaue Verlauf der künftigen Stromtrasse überhaupt nicht bekannt. Als gebürtiger Weißenbrunner habe ich mir das mal genauer angeschaut, und zwar auf der Homepage von Amprion.


    Über den Link http://www.amprion.de/sites/de…s/Blatt_2_Bayern_100T.pdf könnt ihr euch über den 1-Kilometer-Korridor informieren. Er führt in unmittelbarer Nähe an Weißenbrunn vorbei. (Innerhalb dieses Korridors soll die Stromleitung künftig verlaufen. Die Einzelheiten werden dann wohl durch die Bundesnetzagentur festgelegt.)
    Zieht man die Höhe der Masten von ca. 70 m in Betracht, so dürfte die Stromleitung, soweit die Planungen so umgesetzt werden, von den meisten Weißenbrunner Wohnhäusern aus deutlich sichtbar sein. Unabhängig von möglichen und derzeit nicht kalkulierbaren gesundheitlichen Risiken ist das schon alleine hinsichtlich der Verschandelung unserer Heimat schlichtweg der reine Irrsinn.
    Ich kann alle Betroffenen nur dazu aufrufen, bereits jetzt, also vor Beginn des Planfeststellungsverfahrens, einen breit angelegten und massiven Widerstand aufzubauen. Unseren angeblichen "Volksvertretern" muss unmissverständlich klar gemacht werden, dass sich die Bürger nicht alles gefallen lassen.


    Schönes Wochenende, Jürgen

  • Es ist tatsächlich so, dass viele lange gedacht haben, die Trasse würde weit oberhalb des Dorfes oder gar entlang der schon bestehenden Stromtrassen in Nähe des Sportplatzes entlangführen. Betrachtet man die Höhenlinien, muss man feststellen, dass der Planungskorridor auf unserer Seite des Berges unserem Dorf unglaublich nahe kommt. Denn "raumwiderstandsanalytisch" gesehen (Raumwiderstand ist meine allerliebste Amprion-Floskel) ist die Trasse möglichst nah an unseren Häusern für deren Erbauer vermutlich günstiger gelegen als oben an den Hängen im Wald. Klar ist, weder das eine noch das andere zeugen von gesundem Menschenverstand.
    Dazu ein schöner Bannerspruch von einer Hagenhausenerin, Inge L., damit die Lyrik hier nicht zu kurz kommt:
    "Kein Konzept und kein Verstand ist Trassenbau durchs Frankenland!"

  • Eine Mitarbeiterin der Bundesnetzagentur hat bei einer der Amprion-Veranstaltungen wohl auch gesagt, das z. T. auch 100 m hohe Masten gebraucht werden, weil bei Winn bestehende Leitungstrassen überspannt werden. Wer dann von Leinburg Richtung Altdorf fährt, sieht nur noch Masten, Masten, Masten...


    Die fehlende gesetzliche Regelung, was Mastenabstand von Wohnbebauung betrifft, öffnet natürlich Tür und Tor für engste Nachbarschaft von Wohnhaus und Mast. Was hat Amprion versprochen - sie überspannen keine Häuser. Das ist das einzige Zugeständnis.

  • Hallo Werner,


    ich selbst hatte auch schon daran gedacht, hier Kartenausschnitte für die betroffenen Ortschaften einzustellen. Allerdings hatte ich Bedenken hinsichtlich des Urheberrechts. Deshalb habe ich mich bereits vor mehreren Tagen mit Amprion in Verbindung gesetzt und angefragt, ob die bewussten Karten unter Quellenangabe (ganz oder in Ausschnitten) durch Bürgerinitiativen genutzt werden dürfen. Bis jetzt ging keine Antwort ein. Nicht einmal eine Bestätigung, dass sie meine Mail bekommen haben. Das lässt tief blicken. Und angesichts dessen, dass wir und Amprion nicht unbedingt auf der selben Seite stehen dürften ...


    Grüße nach Weißenbrunn, Jürgen